Film-Preise

Academy of Motion Picture Arts and Sciences

Im Laufe seines Lebens sowie posthum hat Disney insgesamt 26 Oscars erhalten. Er ist damit der am häufigsten mit diesem Preis ausgezeichnete Filmschaffende. Zudem erhielt er weitere 37 Oscar-Nominierungen, u.a. 1965 für den „Besten Film“ als Produzent von Mary Poppins (1964).

 

Anfänge

Walter Elias Disney war eines von fünf Kindern des Bauunternehmers Elias Disney (1859–1941) und dessen Frau Flora Call (1868-1938). Sein Vater war Kanadier aus einer Familie irischer Herkunft. Die deutschamerikanische Mutter stammte aus Ohio. Sie heirateten 1888 in Florida. Disney wuchs mit seinen Eltern, seiner Schwester Ruth und den Brüdern Herbert, Raymond und Roy auf einer Farm in Missouri auf. Alle Kinder mussten auf der Farm helfen, doch Walt Disney interessierte sich schon immer für das Zeichnen und nahm mit 14 Jahren das erste Mal an einem Kunstunterricht in Kansas City Missouri teil. Nachdem er im Ersten Weltkrieg Ambulanzfahrer bei der United States Armee in Frankreich gewesen war, begann er zusammen mit Zeichenkünstler Ubbe „Ub“ Iwerks, der Disney später auch das Modell für Mickey Mouse entwarf, kurze Werbefilme zu zeichnen. Zusammen mit seinem Bruder Roy produzierte er eine Reihe von Kurzfilmen mit dem Titel Alice Comedies, in der auch Kater Karlo erstmals auftrat. Schon damals mischte er, wie später bei Mary Poppins, Trickfilm mit realen Schauspielern.

Am 13. Juli 1925 heiratete er Lilian Marie Bounds (1899–1997) in Lewiston, Idaho. Das Ehepaar hatte zwei Töchter: Diane Marie Disney (* 18. Dezember 1933) und Sharon Mae Disney (1936–1993).

Erfolg mit abendfüllenden Zeichentrickfilmen

Ein Großwerk gelang Disney 1937 mit der Zeichentrick-Verfilmung von Schneewittchen und die sieben Zwerge, wofür er 1939 von der Filmakademie mit einem Ehrenoscar honoriert wurde. Die Auszeichnung bestand aus einem regulären Oscar sowie sieben symbolischen Miniaturausgaben. Im Anschluss an den großen Erfolg von Schneewittchen folgten bis in die frühen Vierziger-Jahre weitere abendfüllende Zeichentrickfilme von Pinocchio, Fantasia, Dumbo und Bambi. Diese ersten Erfolge gelten bis heute als die größten Klassiker Disneys.

Der 1940 erschienene Musikfilm Fantasia war ein absolutes Novum, da er den ersten Zeichentrickfilm darstellte, der Werke von Komponisten wie Beethoven, Tschaikowski und Strawinsky mit animationstechnischen Szenen vereinte. Das Werk unter der musikalischen Leitung von Leopold Stokowski war der erste Kinofilm, der mit einem Soundtrack in Stereo-Ton versehen war. 1942 erhielt Walt Disney auch hierfür einen Ehrenoscar. Den im selben Jahr erschienenen Film Bambi bezeichnete er später als seinen persönlichen Lieblingsfilm.

Disneys Bezug zur Politik

Walt Disney sah sich als Patriot und Antikommunist, besonders nachdem die Gewerkschaftsbewegung in Hollywood anfing, auch die Trickfilmzeichner mit zu organisieren, und infolge dessen sein Betrieb 1941 bestreikt wurde. Ihm wurde eine enge Verbindung zum FBI vorgeworfen. Dabei soll er als Informant Berichte über kommunistisch aktive Mitarbeiter seines Konzerns an das FBI geliefert haben. Zu Zeiten McCarthys bedeutete dies für die in den Berichten genannten Personen, dass sie inhaftiert oder auf eine schwarze Liste gesetzt wurden. Inwieweit Disney bei seinen Berichten dabei unter Druck gesetzt wurde, ist umstritten. Sicher ist, dass er sich der Konsequenzen seiner Aussagen bewusst war. Eine Gruppe von Filmemachern in Hollywood (The Hollywood Ten) verweigerte dem FBI Berichte dieser Art – und wurde inhaftiert.

Politisch war Disney Anhänger der Republikanischen Partei. Er unterstützte unter anderem bei der Präsidentschaftswahl 1964 den äußerst konservativen Republikaner Barry Goldwater, der aber gegen Lyndon B. Johnson deutlich verlor. 1966 unterstützte er bei den Gouverneurswahlen von Kalifornien seinen Freund und ebenfalls konservativen Republikaner Ronald Reagan, der gewann.

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl von 1944 bewarb sich Disney als Wahlmann für das Electoral College. Da Disney sich als Republikaner bewarb, Kalifornien aber das Demokratengespann Roosevelt/Truman wählte, konnte Disney nicht Wahlmann werden.

Siehe zu diesem Thema auch die Dokumente des FBI im Reading Room des FOIA[3] (Freedom of Information Act) über Walt Disney.

Golden Globe Awards

  • 1948 – Spezialpreis für Bambi (Bambi, 1942) – u.a. für die Hindi-Version des Films
  • 1953 – Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk
  • 1954 – Spezialpreis für The Living Desert (Die Wüste lebt, 1953)
  • 1955 – Preis für Davy Crockett in der Disneyland-Serie
  • 1956 – Preis für Mickey Mouse Club

British Film Academy Award

Internationale Filmfestspiele von Cannes

  • 1946 – Bester Animationsfilm: Make Mine Music (1946)
  • 1953 – Spezialpreis der Jury für seine Beiträge zur Anerkennung des Festivals

David di Donatello

Directors Guild of America

  • 1955 – DGA Honorary Life Member Award

Goldene Leinwand

Laurel Awards

  • 1958 – Golden Laurel als Top-Produzent (2. Platz)
  • 1959 – Golden Laurel als Top-Produzent (3. Platz)
  • 1960 – Golden Laurel als Top-Produzent (2. Platz)
  • 1961 – Golden Laurel als Top-Produzent
  • 1962 – Golden Laurel als Top-Produzent
  • 1963 – Golden Laurel als Top-Produzent
  • 1964 – Golden Laurel als Top-Produzent
  • 1965 – Golden Laurel als Produzent
  • 1966 – Golden Laurel als Produzent
  • 1967 – Golden Laurel Spezial-Preis – postum für Disney, „dessen künstlerisches Genie und Liebe zum Leben frohe Familienunterhaltung zu einem Publikum auf der ganzen Welt brachte und fortfährt, jede neue Generation von Kinogängern zu erfreuen“ („whose artistic genius and love of life brought joyful family entertainment to audiences around the world and continue to delight each new generation of filmgoers“)

Montréal World Film Festival

  • 1999 – Grand Prix Special des Amériques - postum, für Disneys außergewöhnliche Beiträge zur Filmkunst; die Auszeichnung nahm seine Tochter Diane Disney Miller entgegen

Motion Picture Screen Cartoonists Awards

  • 1987 – Spezialpreis für Snow White and the Seven Dwarfs ( Schneewittchen und die sieben Zwerge, 1937) - postum, Ehrung aus Anlass des 50. Geburtstages des Films

New York Film Critics Circle Awards

  • 1939 – Spezialpreis für Snow White and the Seven Dwarfs ( Schneewittchen und die sieben Zwerge, 1937)
  • 1940 – Spezialpreis für Fantasia (Fantasia, 1940)

Internationale Filmfestspiele von Venedig

  • 1934 – Bester Animationsfilm: Three Little Pigs (Die drei kleinen Schweinchen, 1933)
  • 1935 – Bester Animationsfilm: The Band Concert (Mickys Platzkonzert, 1935)
  • 1937 – Bester Animationsfilm: Hawaiian Holiday (Ferien auf Hawaii, 1937), Music Land, The Country Cousin (Der Vetter vom Land, 1936), The Old Mill (Die alte Mühle, 1937), Alpine Climbers (Die Gipfelstürmer, 1936) und Mickey's Polo Team (Mickys Polo-Team, 1936)
  • 1938 – Grand Biennale Great Art Trophy für Snow White and the Seven Dwarfs (Schneewittchen und die sieben Zwerge, 1937)
  • 1948 – Bester Animationsfilm: Melody Time (Musik, Tanz, Rhythmus, 1948)
  • 1950 – Spezialpreis der Jury für Cinderella (1950)
  • 1950 – Spezialpreis der Jury für Beaver Valley (1950)
  • 1951 – Bester Dokumentarfilm: Nature's Half Acre (1951)

Emmy Awards

  • 1954 – Operation Undersea (ABC) - Bestes Einzelprogramm des Jahres
  • 1954 – Disneyland (ABC) - Beste Varieté-Serie mit Musikeinlagen
  • 1955 – Disneyland (ABC) - Beste Action- oder Abenteuerserie
  • 1962-1963 – Walt Disney's Wonderful World of Color (NBC) – Herausragende Programmerrungenschaft auf dem Feld der Kinderprogramme

Annie Awards

  • 1975 – Winsor McCay Award - postum

Walk of Fame

Disney hat auf dem berühmten „Walk of Fame“ (Hollywood Boulevard) gleich zwei Sterne, einen für sein Filmschaffen und einen für seine Fernseharbeit.

Sonstige Ehrungen

1968 – Congressional Gold Medal - postum


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